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Regionales Bike-Sharing?

Mit dieser Fragestellung befassen sich aktuell Planer*innen aus dem Planungsraum zwischen Düsseldorf und Remscheid bzw. zwischen Rhein und Wupper. Sie alle haben bereits an dem Integrierten Regionalen Mobilitätskonzept (IRM) gearbeitet und wollen jetzt mit ausgewählten Projektideen in die Umsetzungsphase gehen. Das Thema Bike-Sharing in einem überregionalen Kontext steht an erster Stelle. Fahrräder oder E-Bikes ermöglichen individuelle Mobilität „auf der letzten Meile“.

„Eine Stunde mehr Zeit“ – das war das Leitmotiv bei der Arbeit am IRM, das Ende letzten Jahres fertiggestellt wurde. Die Idee: Eine geschickte, umweltfreundliche Kombination von ÖPNV und Rad so effektiv und attraktiv zu gestalten, dass diese Verkehrsmittel schneller und stressfreier für Pendler sind als eine Autofahrt. „Beim IRM haben wir mit den 19 beteiligten Städten und dem Kreis Mettmann einen deutlichen Schwerpunkt auf die Radmobilität gelegt – im überregionalen Kontext. Vorhandene Radrouten wurden in eine regionale Gesamtnetzplanung integriert, damit sichere, schnelle Alltagsmobilität über größere Distanzen bzw. zwischen den Kommunen möglich wird. So ist es selbstverständlich, dass auch ein Sharing-System über die Stadtgrenzen hinaus gedacht werden muss“, so Uta Schneider, Geschäftsführerin der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW), die das Projekt koordiniert.

Ein funktionierendes Sharing-System gibt es beispielsweise im Ruhrgebiet: Zehn Kommunen unter Federführung des Regionalverbands Ruhr beteiligen sich an dem ständig wachsenden System, das in einem Teilraum erstmals 2010 für die Besucher der Kulturhauptstadt installiert wurde. Später in Verbindung mit neuen Partnern wie Hochschulen und dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr wuchs das System rasant. Mittlerweile sind 3000 Räder an 300 Stationen zu auszuleihen.

Die aktuellen Fördermöglichkeiten der NRW-Landesregierung passen hervorragend zu dem Bike-Sharing-Ansatz: umweltfreundliche Mobilität und die Etablierung von Sharing-Angeboten auch gerade im ländlichen Raum sind fest im Koalitionsvertrag verbrieft. Gefördert werden also Strategische Mobilitätsentwicklungspläne und unterschiedlichste Sharing-Angebote.

„Ein Arbeitskreis aus Vertreter*innen der beteiligten Kommunen wird jetzt in die Konzepterstellung einsteigen,“ so Almut Schmitz, regionale Mobilitätsmanagerin bei der BSW.

Das IRM, auf das sich Ende letzten Jahres rund 80 Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung von 19 Städten zwischen Rhein und Wupper sowie dem Kreis Mettmann verständigten, führt einzelne Maßnahmen zu einem schlüssigen Ganzen zusammen. Geplante Radwege, Veränderungen und Ausbau von Bahn- und Buslinien, Mobilitätsknotenpunkte – all das muss interkommunal geplant und umgesetzt werden. Nur überregional aufeinander abgestimmte Mobilitätsangebote können insbesondere hinsichtlich der Schnelligkeit konkurrenzfähig gegenüber der Nutzung des eigenen PKWs sein.

Die Kooperationspartner

Die Städte Burscheid, Düsseldorf, Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Hückeswagen, Langenfeld, Leichlingen, Leverkusen, Mettmann, Monheim am Rhein, Ratingen, Remscheid, Solingen, Velbert, Wermelskirchen, Wülfrath, Wuppertal sowie der Kreis Mettmann. Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Solingen hat den Prozess koordiniert. Das Büro Planersocietät gemeinsam mit Stein Stadt- und Regionalplanung sowie plan-lokal war mit der Konzepterarbeitung beauftragt