Diese Leitlinien gelten für die Sachgebiete IV.4.32/33 sowie IV.4.41.
Mit der Einführung des Qualitäts- und Umweltmanagementsystems (QUM) verpflichten wir uns gemäß der Normen EN ISO 9001: 2000 (Qualitätsmanagementsysteme) und EN ISO 14001:2005 (Umweltmanagementsysteme) zu einer ständigen Überprüfung, Weiterentwicklung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und des Umweltschutzes in unserem Betrieb. Die Qualitäts- und Umweltleitlinien bieten den Rahmen für die jährlich festzulegenden bzw. zu überprüfenden Ziele, die wir uns zur ständigen Verbesserung unserer betrieblichen Leistungen setzen.
Diese Leitlinien werden allen Mitarbeitern und interessierten Kunden bekannt gegeben.
Nachfolgend werden die an der Einführung des QUM beteiligten Sachgebiete und deren Aufgaben näher beschrieben:
Die Technischen Betriebe Velbert (TBV) werden seit dem 01.01.2007 als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) geführt.
Die TBV AöR gliedert sich derzeit in folgende Bereiche:
· Geschäftsbereich Öffentliches Grün und Friedhöfe
· Geschäftsbereich Verkehr, Entwässerung und Abfallwirtschaft
· Geschäftsbereich Interne Dienste
· Geschäftsbereich Forst
Am Qualitäts- und Umweltmanagement beteiligen sich aus dem Geschäftsbereich Verkehr, Entwässerung und Abfallwirtschaft das Sachgebiet Straßen- und Kanalbetrieb/ Kanalplanung und aus dem Geschäftsbereich Interne Dienste das Sachgebiet Finanz- und Rechnungswesen, Organisation und Personal.
Die Mitarbeiter des Kanalbetriebes führen die Unterhaltungsarbeiten (Kanalreinigung, Wartung Regenrückhaltebecken und Pumpstationen etc.) der öffentlichen Entwässerungsanlagen auf dem Stadtgebiet Velbert aus. Die Kanalplanung umfasst die Erstellung der Generalentwässerungsplanung, des Abwasserbeseitigungskonzeptes, sowie sämtliche Phasen der Objektplanung.
Die Grundstücksentwässerung berät Bauwillige zu Anschlussmöglichkeiten an das Kanalnetz sowie zu Möglichkeiten der Regenwassernutzung. Im Rahmen der Indirekteinleiterüberwachung erfolgen Kontrollen der einzuleitenden, besonders überwachungspflichtigen Abwässer bei Industriebetrieben sowie die Entsorgung und Kontrolle der privaten Kleinkläranlagen.
Der Straßenbetrieb übernimmt die werterhaltenden Instandsetzungsarbeiten der öffentlichen Straßen- und Verkehrsanlagen (Aufstellen Schilder, Wartung Ampelanlagen).
Die Bauwerksunterhaltung umfasst die Planung, Unterhaltung sowie Erneuerung der städtischen Brücken- und Stützmauern.
Das Anlagevermögen des Sachgebietes umfasst:
325 km Kanalnetz
26 Stück Regenrückhaltebecken
20 Stück Regenüberläufe
3 Stück Regenüberlaufbecken
8 Stück Pumpwerke
3 Stück Mischwasserklärbecken
260 km kommunale Straßen
66 Stück Lichtzeichengesteuerte Verkehrsanlagen (Ampeln)
4400 Stück Straßenbeleuchtung
59 Stück Brückenbauwerke
77 Stück Stützmauern
Im Sachgebiet Finanz- und Rechnungswesen, Organisation und Personal werden alle erforderlichen Arbeiten im Rahmen der kaufmännischen Buchführung abgewickelt. Das Sachgebiet ist zuständig für die Finanzplanung, die Finanzbuchhaltung, die Anlagenbuchhaltung, die Kostenrechnung und das Controlling. In diesem Sachgebiet liegt die Zuständigkeit für die Organisation, die Personalverwaltung und die EDV-Koordination des Betriebes. Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist der zentrale Einkauf von Materialien, Geräten und Büroausstattung sowie die Verwaltung des Zentrallagers.
Mit der Einführung des QUM in den genannten Sachgebieten werden wir unseren Kunden bei Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, des Umwelt- und Arbeitsschutzes und einer ständigen Verbesserung der Qualität unserer Leistungen möglichst geringe Gebühren in Rechnung stellen. Starke Schwankungen der Gebühren wollen wir verhindern. Dazu organisieren wir unseren Betrieb so, dass er im Hinblick auf den Wettbewerb mit privaten Unternehmen der Entsorgungswirtschaft und des Baugewerbes effizient und kundenfreundlich arbeitet. Durch diese Ausrichtung leisten wir auch einen Beitrag zum Erhalt unseres Betriebes und der damit verbundenen Arbeitsplätze.
Durch eine an die Erneuerungsbedürftigkeit unserer Anlagen und den technischen Erfordernissen angepasste Investitionsplanung wollen wir konstante Investitionen in der Kanal-, Straßen-, und Bauwerksunterhaltung erreichen. Die bauliche Substanz unserer Anlagen sichern wir durch regelmäßige Kontrolle von Stützmauern, Brücken, Sonderbauwerken, Straßen und Kanälen.
Für unsere Kunden sind wir über eine zentrale Stelle für Bürger (Servicecenter) ansprechbar. Die Anwesenheit der erforderlichen Ansprechpartner während der angegebenen Öffnungszeiten wird von uns gewährleistet.
Um die Beeinträchtigungen durch Baumaßnahmen zu minimieren, werden wir die bisherigen Abstimmungen zwischen den verschiedenen Bauträgern wie Kanal, Straße und Versorgungsleitungen weiter verbessern.
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg unseres Betriebes ist das Engagement und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Unsere Mitarbeiter können sich daher durch Weiterbildungsmaßnahmen laufend über aktuelle Entwicklungen informieren. Die Räumlichkeiten für unsere Arbeitsplätze und Besucher sollen in einem akzeptablen baulichen Zustand sein. Die räumliche Verbindung von Planungs- und Betriebsabteilungen wie Fuhrpark oder Lager halten wir dabei für unverzichtbar.
Weiterhin gehört zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter eine den Anforderungen angepasste technische Ausstattung des Arbeitsplatzes. Wir sichern eine ständige Weiterentwicklung der technischen Komponenten zu.
Wir verpflichten uns zur Vermeidung von Umweltbelastungen soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist.
Das Managementsystem wird hinsichtlich der Verbesserungsmöglichkeiten regelmäßig überprüft und es werden entsprechende Maßnahmen von der Leitung veranlasst.
Bezogen auf die am QUM-System beteiligten Sachgebiete bedeutet das im Einzelnen:
Leitlinien für den Kanalbetrieb und die Kanalplanung:
Wir werden unseren Kunden ein funktionstüchtiges Kanalnetz zur Verfügung stellen, das den geforderten technischen Standards entspricht. Damit wollen wir die Abwasserentsorgung für bereits angeschlossene Grundstücke sicherstellen und den Anschluss weiterer Grundstücke gemäß dem Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Velbert ermöglichen. Die erforderlichen Anschlussgenehmigungen wollen wir unseren Kunden möglichst innerhalb einer Woche nach Eingang des Antrages ausstellen.
Bei verschiedenen Themen werden wir unsere Kunden zukünftig noch umfassender und zeitgerechter informieren und unterstützen als bisher. Das betrifft zum Beispiel die Themen Regenwassernutzung, Kanalsanierungsmaßnahmen oder Rückstausicherung.
Unsere Anlagen sollen von uns so hergestellt und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefahren für unsere Mitarbeiter aber auch andere Personen, z.B. spielende Kinder, ausgehen. Dazu werden unsere Bauwerke entsprechend der Unfallverhütungsvorschriften gesichert.
Bei der Größe des von uns betriebenen Kanalnetzes lassen sich Störungen nicht immer vermeiden. Ursachen für mögliche Beschwerden unserer Kunden in Bezug auf z.B. Abflusshindernisse, Geruchsbelästigung, verlegte Straßeneinläufe oder klappernde Kanaldeckel werden aber von uns so schnell wie möglich beseitigt.
Leitlinien für die Straßen- und Bauwerksunterhaltung:
Unsere Ampel- und Beleuchtungsanlagen werden wir in einem funktionstüchtigen Zustand erhalten. Mögliche Funktionsstörungen sollen möglichst schnell behoben werden. Wir werden im Sinne eines sparsamen Umgangs mit Energie den Einsatz von verbrauchsarmen Leuchtmitteln verstärken.
Auftretende Schäden in städtischen Straßen werden wir schnell und dauerhaft beseitigen. Unsere Brücken werden von uns in einem funktionssicheren, d.h. vor allem standsicheren Zustand - wie im technischen Regelwerk gefordert - erhalten. Dazu wird von uns ein Unterhaltungs- und Sanierungskonzept erstellt. Geräuschemissionen werden wir durch regelmäßige Wartung der Brücken und lärmmindernde Fahrbahnbeläge ständig verringern.
Bei einem Neu- oder Umbau von Brücken soll die optische Einpassung in das Stadtbild berücksichtigt werden. Durch eine gute Beleuchtung der Brücken und Tunnel werden wir das Sicherheitsempfinden der Bürger verbessern.
Leitlinien für das Sachgebiet Finanz und Rechnungswesen, Organisation und Personal:
Mit der Einführung des Managementsystems wird ein einheitlicher Qualitätsstandard eingeführt. Mit Hilfe dieses Instruments werden wir fortlaufend die Finanzierungsstruktur der TBV AöR verbessern. Außerdem wird sich eine rechtssichere Bearbeitung, genauere Kostenzuordnung und ständige Verbesserung der Planung in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Finanz- und Vermögensplanung widerspiegeln.
Wir werden die internen Strukturen einer ständigen Überprüfung unterziehen und somit für die beteiligten Techniker und Kaufleute deutlich machen, - wann - was - warum - gemacht werden muss, damit die betrieblichen Abläufe ständig verbessert bzw. Fehler minimiert werden. Eine verbesserte Transparenz werden wir intern mit Einführung einer Informationsbroschüre für jeden Mitarbeiter erzielen, so dass zukünftig auch “der Neue im Team“ einen schnellen Überblick über die Struktur sowie die wichtigsten Ansprechpartner der TBV AöR erhält.
Um unseren wirtschaftlichen Erfolg zu sichern, werden wir zukünftig die interne Darstellung der Projektkosten intensivieren. Durch Benennung von Kostenstellenverantwortlichen und ein laufendes Bauinvestitionscontrolling wird eine bessere Kostenkontrolle ermöglicht. Wir streben eine möglichst transparente Kostenstruktur an.
Aufgestellt im Januar 2007
gez. Ralph Güther gez. Bernd Schuhmann
(Vorstand) (Geschäftsbereichsleiter)
gez. Bernhard Wieneck
(Sachgebietsleiter)